Es klang wie ein Luxusproblem, aber natürlich war diese Klage für sich gerechtfertigt. Wenn von elf gemeldeten MPG-Schwimmerinnen drei wegen Krankheit absagen müssen, muss das Bilanzziehen bereits vor dem Wettkampf veranstaltet werden. Der Wettkampf war das RP-Finale beim Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, der am Montag, 4. Februar 2013, im „Aquarena“ stattfand.

Mit Blick auf das Meldeergebnis war das MPG (neben den qualifizierten Teams aus Sindelfingen (Gymnasium Unterrieden), Gaildorf (Schenk-von-Limpurg-Gymnasium), Neckarsulm (Albert-Schweitzer-Gymnasium) und Heidenheim (Hellensteingymnasium) die stärkste Mannschaft, doch nach den Absagen war die Rechnung einfach – es sollte für die unterste Stufe des Treppchen reichen.

Die verbliebenen acht Schülerinnen der Klassenstufen 8, 9 und Kursstufe 1 (Saskia Benning, Bentje Rudolph, Daniela Schadhauser, Ann-Kathrin Plapp, Claire Roesch, Friederike Roesch, Ann-Christin Meyer und Sara Fuchshuber) waren tatendurstig und besaßen eine große Motivation, den angestrebten Podiumsplatz zu erreichen; auch ging es um das Duell der schnellsten Heidenheimer Schwimmmannschaft, welches das MPG frühzeitig für sich entschied. Das Hellensteingymnasium belegte – auch hier gab es krankheitsbedingte Ausfälle – den fünften und letzten Platz.

Es ist ein Qualitätsmerkmal dieser Wettkampfform, dass in einem Abstand von wenigen Sekunden mehrere Mannschaften zu finden sind. Das ist es auch, was „Jugend trainiert…“ zu einem charmanten Wettbewerb krönt, weil hier Schulen und Städte zu Konkurrenten gemacht werden, die außerhalb dieser Wettkämpfe nicht viel miteinander zu tun haben. Nach den ersten Läufen über 50m Rücken und 50m Freistil zeigte sich, dass Sindelfingen, Neckarsulm und das Heidenheimer MPG um die Podestplätze schwimmen werden. Das MPG lag anfänglich auf Platz zwei, später auf drei, jedoch immer nur einige (zwei bis sieben Sekunden zurück. Gaildorf und HG konnten auf Distanz gehalten werden, beide Mannschaften hatten auf das MPG mehr als eine Minute Rückstand, im Schwimmsport eigentlich ein Grund zur Aufgabe.

Nach den folgenden Läufen über 4x50m Lagen, 50m Brust und 50m Schmetterling hatte das MPG bei der abschließenden 8x50m Freistilstaffel sieben Sekunden Rückstand auf Neckarsulm. Ein zweiter Platz könnte, bei einer guten Endzeit, womöglich zu einer Qualifikation für das Landesfinale reichen. Die acht Mädels pflügten durch das Wasser, konnten aber den Rückstand auf lediglich drei Sekunden verkürzen, fairerweise muss festgehalten werden, dass die beiden anderen Mannschaften einfach besser waren. Schade. Platz drei gilt sportübergreifend als ärgerliche Platzierung, jedoch muss in unserem Fall gesagt werden, dass es für die Mädchenmannschaft nach den vielen Absagen als Gewinn anzusehen ist. Außerdem gibt es im folgenden Jahr wieder einen Bundeswettbewerb „Jugend trainiert…“, vielleicht klappt es ja dann mit einer Qualifikation für das Landesfinale.