Zum „Sommerkonzert“ luden Anfang Juni Solisten und Ensembles des Max-Planck-Gymnasiums unter der Leitung der Musiklehrerin Julia Oszfolk ein.

Schwung ins voll besetzte Foyer brachte gleich zu Beginn der Chor der Lateinschüler der 5. Klassen unter der Leitung des Lateinlehrers Werner Schwarz mit lateinischen Liedern, die manch einem im Publikum bekannt vorkamen, da es nämlich einfach ins Lateinische übersetzte Kinderlieder waren – und auch die Nationalhymne ließ sich in die Sprache der alten Römer übersetzen.

Ebenso viel Freude zeigten die Fünfer beim Singen deutscher Texte; von „Schulfrust?!“ war da jedenfalls nichts zu spüren, so lautete nämlich der Titel eines der vorgetragenen Lieder, eigens von Julia Oszfolk anlässlich einer bevorstehenden Mathe-Arbeit getextet.

Dass die Fünftklässler nicht nur Latein, sondern auch Französisch und Englisch beherrschen, bewiesen sie sowohl mit dem bekannten Hit „Aux Champs-Elyseés“, bei dem auch Austauschschülerin Cécile aus Dinan mitsang, als auch mit „Country Roads“ (5b) mit Milena Gösele als Solistin an der Gitarre. Rasseln, Tamburin und Klanghölzer gaben den Rhythmus vor, als die Schüler der 5a, am Klavier begleitet von Ingeborg Fiedler, zur Melodie des Lieds „You can leave your Hat on“ durchs  Foyer hüpften und in ihrer Fröhlichkeit keinen Zweifel daran aufkommen ließen, dass damit nur ein Sonnenhut gemeint sein konnte.

Denn Johannes Fiedler (5a) hatte unmittelbar davor durch sein wundervolles Klavierspiel mit „Rainy Day“ auch noch die letzten Regenwolken vertrieben – wenigstens vorübergehend.  An einer Vielfalt  weiterer Instrumente zeigten die Solisten am MPG ihr Können, so entlockte Lukas Schmidt (6b) seinem Cello als Zupfinstrument  ganz zarte Töne beim Vortrag eines jüdischen Lieds, begleitet von Pauline Dussler (9b) am Kontrabass, um anschließend mit dem Beatles Song „Yesterday“ das Cello als Streichinstrument ganz anders erklingen zu lassen.

Mit einem virtuos gespielten Stück des vor allem durch seine Filmmusik bekannt gewordenen französischen Komponisten Yann Tiersen begeisterte Philip Kelterer (6b) das Publikum am Klavier, ebenso Julia Deutinger, die mit „Dust in the wind“, einem Hit der Rockband Kansas, zeigte, dass sie nicht nur  ausdrucksstark singen, sondern dazu auch noch sehr gut Gitarre spielen kann.

Warum immer nur singen und spielen, was andere sich überlegt hatten, dachten sich drei Schülerinnen der Klasse 9b: Caroline Welt und Anne Zillgen beeindruckten mit  ihrer Eigenkomposition, einem Liebeslied für Gitarre und Gesang, und Pauline Dussler ließ sich zu einer sehr kreativen und eigenständigen Komposition für Kontrabass inspirieren, die sie souverän vortrug.

Ein Highlight des Abends stellte zweifellos der Auftritt des Heidenheimer Profimusikers Harry Berger dar, der zwei seiner Saxophon-Schüler am Klavier begleitete. Alexander Bretzger (10b) überzeugte mit Jazz-Kompositionen und Songs von Goodman und Gershwin, ebenso wie  Manuela Ittner , die als Saxophon-Schülerin und nicht als Lehrerin auf der Bühne stand  und gekonnt u.a. „Summertime“ von Gershwin spielte.

Einen verdienten Schlussapplaus erntete der Chor der Klassen 7 – 12 unter Mitwirkung einer weiteren Lehrerin, Maria Hilgarth, der mit allseits bekannten Songs der 60er und 70erJahre den wirklich gelungenen Abend abrundete.