Wir schreiben den 15.1 anno 2014, als sich eine Gruppe interessierter und engagierter „Junghistoriker“ (Geschichte-Kurse 4-stündig, KS1 und 2) in Begleitung ihrer Mentoren Herrn Wagner und Herrn Mündlein auf den Weg nach Stuttgart begaben. Grund war die Ausstellung „RAF-Terror im Südwesten“ – ein Stück deutscher Vergangenheit. Die Rote Armee Fraktion (RAF) entstand aus der Bewegung der 68er, gründete sich 1970 und bestand bis 1998. Auf ihr Konto gehen mehr als 100 Anschläge und 34 Morde.

Der Besuch in Stuttgart war nötig, um den Besuch der Zeitzeugin Corinna Ponto am 22. Januar 2014 anlässlich der Reihe „Zeitzeugen@MPG“ (siehe Artikel auf dieser Homepage), besser verstehen zu können. Pontos Vater war am 31. Juli 1977 von RAF-Terroristen ermordet worden.

Vom unfertigen Stuttgarter Bahnhof aus machten wir uns auf den Weg zum „Haus der Geschichte“, dem Ort der Ausstellung. Dort konnte man verschiedene Originaldokumente wie z.B. Fahndungsplakate der RAF-Terroristen oder Urkunden, die sich mit den RAF-Terroristen und Anschlägen beschäftigen, betrachten. Lebensläufe, u.a. von Christian Klar, wurden illustriert dargestellt. Ferner wurden auch Überbleibsel von Attentaten (etwa das Motorrad, von dem das Attentat auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback verübt wurde; Autotür und Raketenwerfer etc.) ausgestellt. Zur Ergänzung des Zusammenhangs und des Verständnisses wurden Ton- und Filmdokumente, die sich beispielsweise mit dem Gewaltverzicht der RAF 1992 beschäftigten, angeboten.

Nach der Ausstellung bekamen wir noch die Gelegenheit in Stuttgart rumzubummeln. Die einen nutzten diese Zeit zum Shoppen, die anderen, um zu „Starbucks“ zu gehen. Gegen 15:30 fuhren wir schließlich mit dem Zug zurück nach Heidenheim, wo sich die Gruppe trennte und alle nach Hause gingen.