,,Ein spannender Psychothriller mit Mord und Wahnsinn, wunderbarer Musik und tollen Sängern.“ So beschreibt Hermann Schneider, der dieses Jahr die Regie bei den Heidenheimer Opernfestspielen führt, Verdis Oper ,,Mcbeth“.

Und auch die Klasse 9b fand Gefallen an dem kaltblütigen Blutvergießen im Rittersaal des Schloss Hellenstein, welches sie am 1. Juli bei der Vorpremiere geboten bekam. Nachdem wir das Thema Oper im Musikunterricht behandelt hatten, bot sich uns die Chance, das Gelernte hautnah zu erleben. Überrascht waren wir allerdings von der modernen Inszenierung, mit der wir nicht gerechnet hatten.

Mcbeth, ein schottischer Feldherr, trifft auf Hexen, welche ihm den Thron prophezeien. Geleitet von Machtgier und maßlosem Ehrgeiz räumt er gemeinsam mit seiner Frau erbarmungslos jeden, der eine Gefahr für ihn darstellen könnte, aus dem Weg. Dies eskaliert und wird zu einem brutalen Blutvergießen.

Die Handlung von ,,Mcbeth“ ist unserem alltäglichen Leben ähnlicher, als auf den ersten Blick sichtbar. Der Drang nach mehr Macht und die Verführung durch Versprechen spielt auch heute noch eine nicht allzu kleine Rolle. Außerdem zeigt uns die Oper, dass man tatsächlich zu viel wissen kann. Die Weissagung der Hexen bestimmt über die Handlungen Mcbeths und nimmt ihm die Freiheit zu leben.
Auf den Fürst Mcduff mussten wir während der Vorstellung leider verzichten, da der Sänger kurzfristig erkrankte.

Trotzdem wurde es ein schöner Abend, den wir dank des sonnigen und warmen Wetters und einer großartigen Atmosphäre ungehindert genießen konnten.