Mit gemischten Gefühlen fuhren die Wk3-Volleyballer des Max-Planck-Gymnasiums am Dienstag zum Landesfinale Baden-Württemberg nach Backnang. Einerseits winkte bei einem Sieg im Final-Four-Turnier der besten Schulmannschaften Baden-Württembergs das Bundesfinale in Berlin, andererseits standen mit dem Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen und dem Windeck-Gymnasium Bühl die Nachwuchskooperationsschulen zweier Bundesligisten wie erwartet ebenfalls im Landesfinale.

Im ersten Spiel der Heidenheimer gegen die Schlossbergschule Kappelrodeck ging es darum, als Gewinner gegen den Verlierer aus dem Spiel Friedrichshafen gegen Bühl das Halbfinale zu spielen. Da die MPGler ohne hohe Erwartungen zum Landesfinale gefahren waren, konnten sie gleich befreit aufspielen und die Schlossbergschule mit ihrem Auswahlspieler verunsichern. Mit 25:17 und 25:10 gelang dann auch der erste unerwartete Sieg der Heidenheimer Schüler, so dass gegen Bühl der einfachere Halbfinalgegner gespielt werden konnte.
Hier zeigten die MPGler eine große Leistungssteigerung. Mit nahezu chrirugischer Präzision spielten sie immer wieder die Schwachpunkte der Bühler an. Und wenn es den Bühlern gelang, ihre zwei Auswahlspieler im Angriff in Position zu bringen, gelang es den Heidenheimern mit ihrer starken Abwehr immer wieder, diesen zu entschärfen. Ein sehenswertes Volleyballspiel mit längeren Ballwechseln, atheltischem Angriffs- und katzenartigen Abwehraktionen endete unter großem Jubel 2:0 (25:19, 25:22) für die MPGler. Mit dem Einzug ins Finale hatten weder die Schüler noch der betreuende Lehrer Uwe Altenborg im Vorfeld gerechnet.
Im Finale stand mit Friedrichshafen der erwartet schwere Gegner, mit beängstigendem Längenvorteil und nunmehr 4 Auswahlspielern, auf der anderen Netzseite. Berlin vor Augen starteten die MPGler bis zum 1:5 etwas nervös. Sie konnten sich dann aber fangen und stellten sich zunehmend auf die ungewohnten Angriffsqualitäten der Friedrichshafener ein. Bis zum 11:16 war es ein gutes Spiel der MPGler. Dann forcierte Friedrichshafen und punktete bis zum Satzgewinn (11:25).
Im zweiten Satz zeigten sich die Heidenheimer noch einmal verbessert und auf Augenhöhe mit dem Gegner. Beim 15:15 musste der Coach der Bodenseetruppe sogar mit einer Auszeit sowie einer Auswechselung auf den Spielverlauf reagieren. Drei Punktverluste in Folge brach die Hoffnung der MPGler, heute als Sieger gegen Friedrichshafen vom Platz zu gehen. Mit 19:25 ging auch der zweite Satz und das Ticket für Berlin nach Friedrichshafen.
Nach einer ersten Phase großer Enttäuschung über die Finalniederlage, die fast kummerkastenwürdig war, überwog der Stolz auf das Erreichte: zweitbeste Schulmannschaft in ganz Baden-Württemberg. Auf der Rückfahrt wurde jedenfalls kein Radio benötigt, da die Jungen durchgehend ihren Erfolg lautstark feierten. Moritz hört sowieso kein Radio 😉

Im kommenden Jahr können bis auf einen MPGler wieder alle in der gleichen Altersklasse antreten. Das Ziel der MPGler steht schon heute fest: Berlin, Berlin, wir wollen nach Berlin!

Es spielten: Maksimilian Zrna, David Suchanka, Moritz Neubert, Sebastian Hitzler, Felix Hehn, Marvin Frank