Am 2. und 3. Februar fand auf dem Werksgelände der Carl Zeiss AG in Oberkochen der mit über 100 Teams besetzte Regionalwettbewerb Jugend forscht im Bezirk Ostwürttemberg statt. In dieser Forschersaison, welche unter dem Motto Spring! durchgeführt wurde, konnten die am Max-Planck-Gymnasium ansässigen Nachwuchswissenschaftler durch zahlreiche Siege und Platzierungen auf sich aufmerksam machen.

Dass die Jungforscher kritikfähig sind, haben Marla und Silvan Laidler sowie Tobias Reichert unter Beweis gestellt. Beim letztjährigen Regionalwettbewerb haben sie mit Projekten teilgenommen, welche sie im darauffolgenden Jahr unter Einfluss der Juryhinweise optimiert und verbessert haben. Und das mit Erfolg, denn beide Projekte wurden abermals mit Regionalsiegen gekürt.

Marla und Silvan (8a, 10b) konnten ihr Rollstuhlmodell soweit weiterentwickeln, dass sie nun einen Prototypen vorstellen konnten, welcher Personen mit eingeschränkter Mobilität wie von Geisterhand über Kameratechnik folgen kann. Der Betroffene kann sich dadurch bei seinen Gehversuchen sicherer fühlen, da er sich nun jederzeit setzen kann, falls beispielsweise die Kraft nachlässt oder das Gleichgewicht außer Kontrolle gerät.

Ebenfalls weiterentwickelt wurden die Farbstoffsolarzellen von Tobias Reichert (10b). Vor allem präzisere Messungen und daraus resultierende aussagekräftigere Ergebnisse standen in diesem Schuljahr auf der Agenda. Da die Schulen im Bereich der Messtechnik nur spärlich ausgestattet sind und eine Anschaffung in diesem Bereich in die Tausende gehen würde, hat sich Tobias um eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Organische Chemie II und Neue Materialien der Universität Ulm unter Leitung von Prof. Dr. Peter Bäuerle bemüht. Dort konnte er in einem Sonnensimulator seine Solarzellen unter gleichen und realitätsnahen Bedingungen vermessen und zugleich die erhaltenen Daten mit nach Hause nehmen und dort auswerten. Parallel wurde an einem leitfähigen Beton gearbeitet, welcher ebenfalls das Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln soll.

Ein weiteres von Silvan Laidler vorgestelltes Projekt ist eine App, welche per Knopfdruck im Notfall nicht nur einen Notruf an die Rettungsleitstelle sendet, sondern auch sich im Umkreis befindliche Ersthelfer kontaktiert, die schneller am Ort des Geschehens sein können. Hintergrund ist eine eine aktuelle Debatte: Häufig benötigen Rettungskräfte deutlich länger als 15 Minuten zum Einsatzort, was in einigen Fällen lebensbedrohlich sein kann. Mit der Einbindung regionale Ersthelfer könnte die Versorgung gerade in ländlichen Gegenden verbessert werden.

Nicht an der Schule ansässig aber vom Max-Planck-Gymnasium betreut wurden die Geschwister Teresa (Freie Evangelische Schule) und Michelle Jahn (Maria-von-Linden-Schule). Sie haben mit Professor Minate ein Spiel mit Schwerpunkt MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) entworfen und gestaltet, welches gerade Kinder im Kindergartenalter und in den frühen Grundschuljahren mit Experimenten und Fragen zu den MINT-Themen ansprechen soll. Über Verhaltensstudien direkt im Kindergarten haben sie ihr Spiel ständig getestet und ihre Beobachten direkt in Verbesserungen umgesetzt. Dabei wurde vor allem darauf Wert gelegt, dass die Experimente wenig organisatorischen Aufwand benötigen und so gemeinsam mit den Betreuern gut durchgeführt werden können.

Alle Regionalsieger haben sich das Ticket für den Landeswettbewerb Jugend forscht in Stuttgart vom 20. bis 22. März gesichert, wo die Konkurrenz noch stärker sein wird. Deshalb ist es jetzt für die Teams umso wichtiger, die Kritik der Jury in ihre Projekte miteinfließen zu lassen, so dass sie für den Landeswettbewerb optimal vorbereitet sind.

Weitere Projekte beim Regionalwettbewerb Ostwürttemberg Jugend forscht 2018:

Simon Pregel (6b, Regionale Auswirkung des Klimawandels auf Bolheim, 3. Platz)

Eleni Stegmaier, Marie Kloos (7a, Geologische Forschungen des Klimawandels auf der Schwäbischen Alb, 3. Platz)

Frederick Brauer, Tom Grüninger (7a, Bio-Tüte aus Agar-Agar, 3. Platz)

Jannick Tomann, Christian Reichert (10b, Natur pur!)

Philipp Lay, Leon Sträßle, Leon Döge (K2, Modul zur flächengestützten Beobachtung)

Silvan Laidler und Aalener Schüler (10b, Open-Smartphone)

Nikolas Braun, Tobias Reichert (10b, Feuerroboter)