Max-Planck-Gymnasium

„Reicht es nicht zu sagen, es sind Menschen?“

Arbeitsergebnisse aus den Ethik-Kursen KS 1 und KS 2 zur aktuellen Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“

Sommer und Herbst 2015 sind geprägt von gegensätzlichen Bildern zur Flüchtlingswelle: Willkommenskultur steht Ablehnung und Fremdenhass gegenüber.
Lebensmittel- und Kleiderspenden, ehrenamtliche Helfer auf der einen Seite, feige Brandanschläge – auch in Baden-Württemberg – auf der anderen Seite.
Der kommende Winter und die wachsenden Flüchtlingszahlen stellen die deutsche Gesellschaft vor eine Herausforderung, und noch lange sind nicht alle Fragen der Integration und der Unterbringung geklärt.
Die aktuelle Situation und die momentane Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ waren der Anlass, dieses Thema im Unterricht zu vertiefen und die Ergebnisse zu veröffentlichen.

 

Es standen die folgenden Fragen im Raum:
Bin ich verpflichtet, Hilfe zu leisten?
Darf ich hilfsbedürftige Menschen abweisen?
Kann man andere Menschen – oder gar andere europäische Staaten – zur Hilfe zwingen?
Gibt es – in Anbetracht erneuter Grenzzäune wie in Ungarn – noch ein freies Europa ohne Grenzen?
Wie geht es den Flüchtlingen in den direkten Nachbarstaaten der Krisengebiete?
Wie muss die Gesellschaft mit rechtsextremen Gewalttätern umgehen?
Ist Rechtsextremismus nur ein Randgruppenphänomen, Pegida und ihre Ableger eine traurige Bewegung enttäuschter Wutbürger?
Wie können Integration und ein gelebtes Miteinander gelingen?
Oder reicht es zu sagen, es sind Menschen?

Jeder muss sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und eine Position beziehen. Egal? Das gibt es nicht mehr!

Besonders wichtig war es uns im Unterricht, populäre Vorurteile zu untersuchen und diese mit Fakten zu entkräften (siehe Argumentationsleitfaden).
Außerdem machte uns auch die Situation der Flüchtlinge in Jordanien betroffen, und eine Ursache für Krieg ist für uns der anhaltende Waffenexport – auch aus Deutschland – in die Krisengebiete dieser Welt (siehe Dokumentation "Hilfe vor Ort").

 


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