Max-Planck-Gymnasium

Sprudel für unterwegs: MPG Schüler belegen zweiten Platz beim Regionalentscheid von business@school am Max-Planck-Gymnasium

Beim Regionalentscheid von business@school, der Bildungsinitiative der internationalen Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG), überzeugten fünf Schüler des Gymnasiums Tegernsee die Wirtschaftsjury mit ihrer Geschäftsidee „The Avalanche Rescue“, einer Handyhülle mit integriertem Lawinenverschüttetensuchgerät. Zweite Plätze gab es für Teams aus Heidenheim, Germering und Holzgerlingen.

Immer mehr Skifahrer sind abseits der Piste unterwegs. Tourengehen, Freeriden und Tiefschneefahren liegen im Trend. Ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) sollte hier immer dabei sein. Fünf Schüler vom Gymnasium Tegernsee haben jetzt eine Handyhülle entwickelt, in die ein LVS-Gerät integriert ist. Kombiniert mit einer Smartphone-App, einer Wärmefolie und einem Zusatz-Akku macht die Hülle das Handy zum zuverlässigen Lawinenretter. Eine Crowdfunding-Kampagne soll helfen, Geld für den Produktionsstart einsammeln, Zulieferer sind bereits gefunden.

Die Juroren in Heidenheim an der Brenz waren zunächst skeptisch. Sie fragten: „Glaubt ihr wirklich, dass Skifahrer bei einem so lebenswichtigen Gerät auf ein Teenager-Produkt setzen, das nur ein paar Euro billiger ist als die LVS-Geräte etablierter Hersteller?“ Das Suchgerät könne sich mit anderen Geräten vernetzen und so Verschüttete noch genauer orten, entgegnete Teamsprecher Sebastian Bauer (16). Auch der Tragekomfort sei größer. Am Ende konnten die Schüler vom Tegernsee die kritische Jury von den Vorteilen ihres Produkts und ihrem stimmigen Businessplan überzeugen und gewannen mit „The Avalanche Rescue“ den Pitch der besten Schüler-Geschäftsideen. 

Das Fazit der Jury: Ein innovatives Produkt für einen interessanten und starken Markt, mit klaren Alleinstellungsmerkmalen. Herausragend sei auch die schlüssige Marktanalyse im Businessplan. Nur vor Nachahmern warnten die Wirtschaftsprofis: „Denkt darüber nach, wie ihr euer Produkt schützen könnt!“

Hochkarätige Jury prüfte Schülergeschäftsideen
Die Jury in Heidenheim war von den Leistungen der Teilnehmer sehr beeindruckt. Jurymitglied Dr. Klaus-Günther Strack, Senior Advisor, Voith GmbH & Co. KGaA, sagte: „Ich engagiere mich sehr gern bei business@school, weil ich seit 15 Jahren beobachte, dass die Schülerinnen und Schüler sich im Laufe des Jahres dank dieser Initiative durch den Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie Teamarbeit, Zeitmanagement und Präsentationstechniken persönlich enorm weiterentwickeln und so auf eine einzigartige Art und Weise auf das Leben nach der Schule vorbereitet werden.“ 
Weitere Mitglieder der Jury waren:

  • Norbert Nettesheim, Leiter des Zentralbereichs Konzerncontrolling, Voith GmbH & Co. KGaA
  • Oliver Nussbrücker, Projektleiter, Belau Helmer und Partner mbB
  • Heiko Pott, Vice President – Finance and Accounting Europe, MAHLE International GmbH
  • Emmanuel Sissimatos, Partner and Managing Director, The Boston Consulting Group
  • Dr. Jochen Weilepp, Professor, Hochschule für angewandte Wissenschaften Biberach

Einzug ins Deutschlandfinale
Mit dem Sieg beim Regionalentscheid hat sich das Team vom Gymnasium Tegernsee, bestehend aus Sebastian Bauer (16), Jannis Hutzler (16), Kilian Kowolik (17), Lukas Thür (17) und Cornelius Völmicke (16), einen Platz im großen Jubiläums-Deutschlandfinale am 18. Juni 2018 in München gesichert. Dort treffen die Schüler auf acht weitere Siegerteams der anderen Vorentscheide aus ganz Deutschland und feiern mit vielen Gästen 20 Jahre business@school. 

Zweite Plätze für Teams aus Germering, Heidenheim und Holzgerlingen
Die Entscheidung für das Gymnasium Tegernsee fiel äußerst knapp aus. Dahinter teilen sich Teams aus Germering, Heidenheim und Holzgerlingen sehr gute zweite Plätze:

  • Das gastgebende Max-Planck-Gymnasium aus Heidenheimwar mit „HO-blub2go“ erfolgreich, einer Edelstahlflasche mit im Deckel integriertem Kohlensäure-Sprudler für unterwegs. Mit ihr wollen Tobias Diedersdorfer (17), Jakob Fronmüller (17), Rosa Heinemann (17), Konstantin Holl (16) und Jonas Keller (17) eine Alternative zur PET-Flasche schaffen. Für die Jury hat das Team damit den Zeitgeist getroffen. Sie lobte auch die systematische Marktanalyse und die genaue Kapitalflussrechnung im Businessplan der Schüler.
  • Das Max-Born-Gymnasiumaus dem oberbayerischen Germering stellt die Geschäftsidee „Plop“ vor, einen Sensor, der Gartenbesitzer beim richtigen Gießen und Düngen ihrer Pflanzen unterstützt. Er wird mit dem Handy gekoppelt und zeigt Werte wie den Nitrat- oder Feuchtigkeitsgehalt an. Mit Hilfe der App lassen sich die optimalen Bedingungen für die jeweilige Pflanze erkennen. Sonja Abuaisheh (18), Lukas Döllerer (17), Nawieda Sediq (18), Tim Sigmund (17) und Christian Stamm (16) konnten die Jury mit ihrem Prototyp, der Kostenstruktur des Businessplans und einer realistischen Produktionsplanung überzeugen.
  • Shawn Burkhardt (17), Finn Halbritter (17), Lukas Laib (16), Janko Mehringer (17), Mauricio Montesinos (17) und Nick Postl (16) vom Schönbuch-Gymnasium Holzgerlingenkonnten die Jury mit „ShowerDRY“ überzeugen, einem Duschvorhang, der sich mit Magnetstreifen an der Wand befestigen lässt und Überschwemmungen im Bad verhindert. Ebbe oder Flut? Für die Juroren bot die Geschäftsidee eine pragmatische Lösung für ein altbekanntes Problem. Sie ließen sich vor allem davon überzeugen, wie die Schüler ihre Planung logisch und konsequent von kleinen Stückzahlen skaliert hatten.

Mehr als 1.500 Schüler von 90 Gymnasien tauchen in die Wirtschaft ein
Im laufenden Schuljahr 2017/2018 beteiligen sich erneut mehr als 1.500 Schülerinnen und Schüler von 90 Schulen an business@school. Digitale Geschäftsmodelle, Bilanzen und nachhaltige Wachstumsstrategien – diese Themen standen für die 15- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schüler in den vergangenen zehn Monaten auf dem Stundenplan. Als Höhepunkt des Projektjahrs haben rund 1.500 Jugendliche in den letzten Wochen ihre eigenen Unternehmerqualitäten getestet: In Teams haben sie Geschäftsideen und Businesspläne entwickelt. Unterstützung erhielten sie von ihren rund 200 Lehrern sowie über 500 Betreuern von 20 namhaften Wirtschafts-unternehmen und von BCG. 

Am Regionalfinale in Heidenheim nahmen Teams folgender Schulen teil:

  • Max-Planck-Gymnasium, Heidenheim: HO-blub2go – eine Edelstahlflasche mit im Deckel integriertem Kohlensäure-Sprudler für unterwegs
  • Gymnasium Puchheim: Snowcompact – ein Teleskopstock mit Halterung für Snowboardfahrer, der das Liften und Anschieben erleichtert
  • Immanuel-Kant-Gymnasium, Leinfelden-Echterdingen: SPAVES– Fußballschuhe mit auswechselbaren Sohlen für Halle, Rasen und Kunstrasen
  • Gymnasium Tegernsee: The Avalanche Rescue– ein in die Handyhülle integriertes Lawinenverschüttetensuchgerät
  • Landesgymnasium für Hochbegabte, Schwäbisch Gmünd: Simple Exchange– vermittelt passende Schüleraustausch-Partner für individuelle Auslandsaufenthalte
  • Max-Born-Gymnasium, Germering: Plop – ein Sensor, der via App Gartenbesitzer beim richtigen Gießen und Düngen von Pflanzen unterstützt
  • Heinrich-Heine-Gymnasium, München: Bowls for life – ein Lieferservice für Münchner Schulen, der gesunde "Super-Bowls" zum Frühstück liefert
  • Hohenstaufen-Gymnasium, Eberbach: Savelet – ein Armband, das anzeigt, ob sich in Getränken Partydrogen oder K.-o.-Tropfen befinden

Schönbuch-Gymnasium, Holzgerlingen: ShowerDRY – ein Duschvorhang, der sich mit Magnetstreifen an der Wand befestigen lässt und Überschwemmungen im Bad verhindert


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