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Ferienübersicht und A-B-Schulwochen: der MPG-Ferienkalender

   

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Pünktlich um acht Uhr, am 19. Juli 2012, ging die Reise des vierstündigen Geschichtekurses unter Leitung von Herrn Wagner los. Mit dem Bus wurde die Fahrt nach Frankreich in fünf Stunden relativ zügig und in guter Atmosphäre bewältigt. Der erste Halt der Exkursion führte uns nach Colmar, genauer gesagt in das „Museum Unterlinden“ (das meist besuchte Kunstmuseum der Provinz).

Vor allem der Isenheimer Altar zog uns in seinen Bann. Der Isenheimer Altar, dessen Flügel jeweils ein anderes biblisches Ereignis zeigen, ist das Hauptwerk des Museums und eine ehemalige religiöse Stätte für Kranke. Die kleine Touristenstadt Colmar wurde von uns Schülern noch auf eigene Faust erkundet.

Nach einer kurzen Fahrt ging es dann gleich weiter zu einem eindrucksvollen Schauplatz des Ersten Weltkrieges, dem Lingenkopf. Hier erkundete die Gruppe Schützengräben, Stellungen und das Museum mit viel gefundenem und archiviertem Material. Die vorgetragenen Gedichte und Berichte von einstigen Soldaten rief bei den Schülern eine große Betroffenheit hervor.

Nach einem Großeinkauf für die Verpflegung der 20-köpfigen Gruppe ging es hoch hinauf durch Serpentinen ins Vogesengebirge zu unserer Unterkunft im kleinen und beschaulichen Örtchen Schirmeck-Fréconrupt. Der Herbergsvater und seine Frau begrüßten die Gruppe herzlich und wiesen in die Zimmer ein. Der lange Tag wurde mit vorzüglichen Spaghetti Bolognese und einigen Rommé-Runden beendet.

Der zweite Tag startete mit einem stärkenden Frühstück. Um neun Uhr folgte die Abfahrt mit dem Bus zum Konzentrationslager Natzweiler-Struthof, das am 1.Mai 1941auf dem Mont-Louise errichtet wurde. In diesem Konzentrationslager waren ungefähr 52 000 Menschen aus ganz Europa untergebracht. Davon kamen 22 000 nie wieder zu Hause an. Die Alliierten entdeckten das Konzentrationslager Natzweiler am 23. November 1944. Nach einigen Referaten wurden das Gelände, die Gedenkstätte und das Museum besichtigt. Wir sahen uns das Konzentrationslager bewegt an und waren schockiert über die Verhältnisse und die Vorgehensweiße der Ärzte und Offiziere, sowie die allgemeinen Lebensumstände der Inhaftierten.

Nach einem sehr interessanten und auch zum Nachdenken anregenden Vormittag meisterten wir einen „kleinen“ Bergrundgang rund um Waldersbach. Hier wandelten wir auf den Spuren von Lenz und seinem Kampf gegen seine Krankheit und die Natur, welchem ihm so eng vorkam, „als stieß ich mit den Händen an den Himmel“ (Lenz – Stationen des Wahnsinns). Durch den Regen und starke Ansteigungen wurde die Natur auch zu unserem Feind. Nach dieser kräfteraubenden Wanderung, die insgesamt drei Stunden andauerte, wurde uns Lenz durch verschiedenen Referate und Zitate näher gebracht. Letztendlich waren alle Beteiligten froh wieder im Bus zu sitzen und sich auf den Weg in Richtung Hütte zu begeben. Nach dem Abendessen ließen wir den Abend im Gemeinschaftsraum ausklingen.

Nach dem Frühstück räumten wir unsere Zimmer auf und brachten die Hütte wieder auf Vordermann. Um zehn Uhr machten wir uns auf den Weg nach Straßburg. Die „Rose des Abendlandes“ (Hans Arp) beeindruckte uns vor allem mit ihrem prachtvollen gotischen Münster, welches das Symbol der Stadt darstellt. Der Bau des Münsters begann mit Ende des zwölften Jahrhunderts und wurde im Jahre 1439 abgeschlossen, obwohl der rechte Turm niemals vollendet wurde. Wir besuchten ebenso das Gasthaus „Zum Beil“, in welcher bereits Goethe und Herder dem Bacchus opferten. Anschließend flanierten wir in kleinen Gruppen durch die Stadt und genossen das französische Flair, bevor uns unser Busfahrer Armin sicher nach Hause fuhr.

Ein großer Dank geht an unseren Busfahrer Armin (vom Omnibusunternehmen Rühle aus Bartholomä), das Herbergsehepaar Kuhn und Organisator Herrn Wagner für die spannenden drei Tage.